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Angelruten

Angelruten
Wo vor 150 Jahren noch mit Angelruten aus Weidenstöcken geangelt wurde, stehen wir heute mit japanischen High-End Angelruten aus hochmodulierter Kohlefaser am Wasser. Und das ist auch gut so, denn die Angelrute ist eine der wichtigsten Komponenten und bedarf einer exakten Abstimmung auf deine Vorlieben, den Zielfisch, die Kunstköder und das Gewässer! Mehr über Angelruten
Spinnruten

Es gibt unzählige Situationen in denen die klassische Spinnrute ihre Vorteile ausspielt. Sei es beim Forellenangeln mit ultraleichten Kunstködern, bei der Döbelpirsch mit Insektenimitationen oder beim tausendsten Distanzwurf ...

Baitcast Ruten

Baitcast Ruten wurden speziell für die Verwendung mit einer Multirolle entwickelt und haben einen so genannten Triggergriff für den perfekten Halt. Der Einsatz einer Baitcasting-Rute empfiehlt sich immer dann, wenn viel K&oum...

Light Game Ruten

Kräftige Angelruten für große Meeresräuber und die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete - Light Game Ruten, Popper-Ruten, Speedjig-Ruten u.v.m.!...

Tenkara Ruten

Rute, Schnur, Fliege - fertig. So lässt sich das Tenkara-Fischen in einfachen Worten ausdrücken. Hierbei handelt es sich nicht nur die wohl älteste Art des Fliegenfischens, sondern die wohl auch einfachste, gefühlvollste...

Rutenzubehör

Genau hier findest du das passende Zubehör für deine Angelruten! Hook Keeper von Fuji, Rod Mesh Cover zum Schutz der Blanks, Rutenständer für die stilvolle Präsentation im Angelraum und Rutenhalter für das mobi...


Angelruten im Nippon-Tackle Angelshop

Japanisches Präzisionsangelgerät für mehr Spaß am Wasser!

Rute ist nicht gleich Rute und das gilt gerade für Ruten, die für das moderne Spinnfischen konzipiert wurden. Jedes Rutenmodell verfügt über Angaben, die Aussagen über ihre Aktion (Taper), das Wurfgewicht (Power) und die zu verwendende Schnurklasse (Line) und somit den Anwendungsbereich machen. Die Angaben über Länge, Wurfgewicht und Schnurklasse zu den Ruten sind dabei in Inch und Feet (ft), Unzen (oz) und Pfund (lb) auf den Ruten vermerkt. Im Folgenden haben wir für euch eine Übersicht zusammengestellt, die etwas Licht in den teils etwas verwirrenden Rutenwald bringen soll.

Die folgenden Ausführungen sollen der Orientierung dienen. Wie immer spielen nämlich auch die persönlichen Vorlieben und das Einsatzgebiet bzw. die bevorzugten Köder eine große Rolle. Solltet ihr dennoch spezielle Fragen zu unseren Rutenmodellen haben oder unsicher sein, ruft uns einfach an, schreibt uns oder kommt einfach auf einer unserer Hausmessen vorbei. Wir helfen euch gerne weiter.

Der Unterschied zwischen einer Baitcaster und einer Spinnrute

Baitcast-Ruten und Spinnruten unterscheiden sich zunächst durch einige sehr deutlich sichtbare Merkmale. Die Baitcastrute verfügt über einen sogenannten Triggergriff am Rollenhalter (neudeutsch Realseat), der für die Verwendung mit einer Baitcast-Rolle (kleine Multirolle) vorgesehen ist. Da die Baitcast-Rolle im Gegensatz zur klassischen Spinnrolle auf der Rute sitzt, befinden sich die Rutenringe auch auf dem Blank und zeigen demzufolge nach oben.

Die Spinnrute ist für die Verwendung mit einer Spinnrolle ausgelegt. Diese "hängt" im Rollenhalter nach unten und sitzt nicht wie die Baitcast-Rolle oben drauf. Demzufolge zeigen auch die Rutenringe nach unten. Während Baitcastruten durch die im Wurf kontrolliert ablaufende Schnur sehr präzise und zielgenaue Würfe ermöglicht, ist die Spinnrute im Wurf weniger Seiten- oder Gegenwindanfällig und daher auch für Einsteiger leichter zu handhaben.

Durch die direkte Schnurlaufrichtung bei einer Baitcastrolle ohne Umlenkung durch ein Schnurlaufröllchen, wie bei einer Spinnrolle, bei der die Schnur quer zur Laufrichtung aufgewickelt wird ist der Köderkontakt direkter und Rute und Rolle höher belastbar, da die beschriebene Umlenkung ausfällt. Diesen Punkt sollte man unbedingt ins Auge fassen, wenn man dauerhaft mit großen und schweren Baits fischt oder es auf große Zielfische abgesehen hat.

Die Spinnrute hat ihre Stärken  hingegen besonders im Fischen mit sehr leichten und kleinen Ködern oder beim Fischen auf sehr große Distanz. Die Animation von Hardbaits gelingt mit einer Baitcastcombo in der Regel einfacher, da in der Bewegung der Dreh- und Angelpunkt - die Baicastrolle - wie ein "Apfel" in der Hand liegt und nicht außerhalb der Hand einen Schwerpunkt bildet.

Um moderne Kunstköderruten schnell zuordnen zu können, verfügen diese über einen jeweiligen "Code", der sehr viel über die Rute verrät. Diese Codes bestehen aus einer Kombination aus Zahlen und Buschstaben, die mit etwas Üben schnell erkennen lassen, was man gerade vor sich hat. Zu Beginn jedes Codes steht zunächst entweder ein S oder ein C. Das S steht hierbei für die "S"pinnrute und das C für die (Bait-)"C"astingrute.

Nach dem ersten Buchstaben folgt eine zweistellige oder dreistellige Zahl. Nehmen wir man an, wir haben eine Rute in der Hand, die folgender Maßen codiert ist C63. Hierbei handelt es sich dann um eine Baitcastrute mit einer Länge von 6 Fuß und 3 Inch, also etwa einer Länge von 190 cm. handelt es sich um eine Rute mit der Aufschrift C632, zeigt die Zahl 2 an, dass es sich in diesem Fall um eine zweiteilige Rute handelt.

Ruten, die lediglich mit einer zweistelligen Zahl versehen sind, sind einteilig. Nach dem Zahlencode schließt sich dann noch mit unter ein Buchstabengewirr an. Die Codes können dabei z. B. mit C63ML oder S712XH notiert ein. Das erste Modell wäre demnach die bereits beschriebene  eiteilige Castingrute mit einer Länge von etwa 190 cm und der Wurfgewichtsklasse ML, was in der Regel einer halben Unze (etwa 15g) entspricht. Beim zweiten Modell hätten wir eine zweiteilige Spinnrute mit einer Länge von etwa 216 cm und der Wurfgewichtsklasse Extra-Heavy (ca. 70g).

Unsere Japan-Ruten. Die wichtigsten Eigenschaften & Merkmale kurz erklärt

Die Länge der Rute

Die Wahl der optimalen Länge einer Rute ist von einigen Faktoren abhängig, die es zu beachten gilt. Fische man an einem großen Gewässer, an dem die Fische weit draußen stehen, punktet eine lange Rute mit einem deutlichem Plus an Wurfweite auf Grund des größeren Hebels. Auch wenn Steinpackungen oder Seerosenfelder die Ufer säumen, ist man mit einer lange Rute im Vorteil, da sich das Hindernis leicht "umfischen", und Köder, Schnur und ggf. gehakter Fisch besser dirigieren lassen. Wer mit Bleikopf und Gummifisch klassisch jiggen möchte, sollte hierzu auch eine längere Rute verwenden, nur so lässt sich der Köder zielgenau führen und der Anhieb auf Distanz setzen. Lange Ruten haben jedoch auch ihre Grenzen, die gerne in Form überhängender Bäume, kleiner Fließgewässer oder aus dem Handgelenk animierter Hardbaits auftreten. In solchen Fällen liegt man mit einer kürzeren Rute bis zu einer Länge von etwa 220 cm deutlich im Vorteil.

Zum einen bleibt man nicht in der umherhängenden Flora und Fauna bei Überkopfwürfen oder beim Anhieb hängen und kann zum anderen eingesetzten Kunstköder mit nach vorne auf die Wasseroberfläche zeigenden Rutenspitze relativ körpernah Leben einhauchen. Auch beim Angeln vom Boot, Kajak oder Bellyboat ist eine kurze Rute leichter zu handhaben, besonders dann, wenn ein Fisch am anderen Ende der Schnur hängt und man den Fisch landen möchte. Nicht selten kommt es in solchen Situationen zum Rutenbruch, wenn man versucht den Fisch durch nach hinten getreckte Rute über den Kescher zu ziehen.

Das Wurfgewicht

Das Wurfgewicht einer Rute sollte sich grundsätzlich am Zielfisch, der Methode nebst Köder und dem befischten Habitat, sprich den örtlichen Gegebenheiten am befischten Gewässer orientieren. Sicherlich wird niemand mit einer 3Oz.-Rute am Forellenbach unterwegs sein oder mit einer UL-Rute versuchen einen tieflaufenden Crankbait knapp über den Grund zu twitchen. Jedoch kann z.B. ein zu leichter Köder an einer Rute dafür sorgen, dass der Blank nicht optimal im Wurf aufgeladen werden kann und somit nur geringe Wurfweiten erreicht werden. Die Wurfgewichtsklasse ist auf modernen Ruten z. B. mit XUL wie Extra-Ultra-Light über ML, wie Medium-Light bis hin zu XXH Extra-Extra-Heavy oder sogar mehr angegeben. Das Wurfgewicht wird zudem in Unzen (Oz.) berechnet, wobei eine Oz. etwa 28 Gramm entspricht. Siehe Übersicht Powerrating

Der Blank. Das Herzstück einer Angelrute

Heutige Baitcast- und Spinnruten bestehen hauptsächlich aus hochmodularisierten Kohlefaserblanks. Einige Hersteller geben auf ihren Ruten an, wie hoch der Kohlefaseranteil im Blank ist. Diese Angaben machen Sinn, da der Anteil an Kohlefaser im Blank viel über diesen und das Verhalten der Rute aussagt. Je höher der Kohlefaseranteil (oft bis zu 99.9%) nämlich ist, desto sensibler ist die Rückmeldung und direkter die Ansprache der Rute. Zudem können sehr dünne und filigrane Blankdurchmesser erreicht werden, wodurch moderne Ruten heute gerade einmal die Hälfte einer Tafel Schokolade auf die Waage bringen können.

Ruten mit einem geringeren Kohlefaseranteil und Ruten aus Glasfaser schlucken auf Grund der weicher ausfallenden Aktion die Vibrationen von Crankbaits, Searchbaits, Spinnerbaits und Co. Bei diesen Ruten handelt es sich jedoch keinesfalls um lahme Schwabbelstöcke, es gibt mitunter "Glas-Ruten" mit fast-Taper die schneller wieder stramm stehen, als man "Biss" sagen kann. (Ruten aus Glasfaser werden in den Modellbezeichnungen mit einem "G" gekennzeichnet, z. B. "C63M/G".

Ob eine Angelrute einteilig, zweiteilig oder sogar mehrteilig sein darf, hängt oft von den persönlichen Vorlieben aber auch vom Einsatz ab. Einteilige Ruten haben den Vorteil, dass der Blank bzw. die Aktion nicht durch eine Teilung unterbrochen wird, sondern der Blank sich durchgehend biegt. Mögliche entstehende Totpunkte in der Aktion oder eine Reduktion der Rückmeldung fallen weg. Allerdings erweist sich der Transport einer Einteiligen auf dem Fahrrad, im Kleinwagen, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf der Flugreise als nicht unproblematisch.

Die klassische zweiteilige Rute ist nicht nur transportfreundlich auf dem Weg zum Spot, sondern spielt auch ihre Stärken aus, wenn die Pirsch durchs Unterholz führt. Zudem ist eine Zweiteilung unumgänglich, wenn die Rutenlänge in Richtung zweieinhalb Meter wandert oder diese sogar wie bei einer Zanderjigge überschreitet. Die angesprochenen Totpunkte fallen bei hochwertigen Blanks so gut wie weg und man erkennt oft auf den ersten Blick gar nicht, dass es sich um eine zweigeteilte Rute handelt.

Ein Bindeglied zwischen stylischer Einteiliger und transportfreundlicher Zweigeteilten stellt die Teilung 1+1 dar. Mathematisch leicht erkenntlich ergibt die Addition auch eine zweiteilige Rute, jedoch mit dem Unterschied, dass die Teilung nicht mittig sondern im kurz vor oder direkt am Foregrip greift. Man spricht in diesem Fall auch von Ruten mit abnehmbaren Griffteil. Oft betrifft diese Teilung Ruten zwischen zwei und zweieinhalb Metern Länge. Ergebnis dieser etwas ungewohnt erscheinenden Teilung ist eine transportfreundliche Rute die über einen Blank ohne Unterbrechung verfügt.

Mehrteilige Ruten erfreuen sich immer dann großer Beliebtheit, wenn man mit kleinem Handgepäck reist, keine Transportkosten im Flieger für Rutenrohre in Kauf nehmen möchte oder mit dem Rucksack unterwegs ist und auf die Rute nicht verzichten möchte.

Die Ringe

Wie bereits erwähnt, lässt ein erster Blick auf den Blank einer Rute erkennen, dass es deutliche Unterschiede bei der Beringung zwischen einer Baitcast- und einer Spinnrute gibt. Die Ringe einer Baitcastingrute sitzen mit kurzem Steg oben auf dem Blank, verfügen über einen kleinen Ringdurchmesser und treten Zahlenmäßig etwas häufiger auf, als bei einer Spinnrute. Der kleine Ringdurchmesser, der gering Abstand zum Blank und die dichtere Anordnung sorgen dafür, dass sich die Schnur schnell streckt und in Linie mit dem Blank von der Rolle laufen kann. Zielgenaue Präzisionswürfe sind daher ein Kinderspiel.

Spinnruten verfügen über weniger Rutenringe, mit größerem, zum Spitzenring deutlich abnehmendem Durchmesser und einer weiniger dichten und somit zahlenmäßig geringeren Anordnung als bei Baitcastruten. Die größeren Ringdurchmesser und der weitere Abstand der Ringe zum Blank ist erforderlich, da die Schnur nicht wie bei einer Baitcastrolle geradlinig von der von der Spule läuft, sondern die Aufwicklung auf einer Spinnrolle quer zur Schnurlaufrichtung verläuft. Beim Wurf läuft die Schnur daher locker in Klängen von der Spule und muss durch die Ringe ähnlich eines Trichters auf Richtung gebracht werden.

Die Beringung einer Rute ist ein entscheidender Faktor der nicht unterschätz werden darf. Nicht nur die richtige Anordnung der Ringe auf dem Blank ist wichtig, damit die Aktion der Rute optimal unterstütz wird, auch die Beschaffenheit der Ringeinlage, das Material, das Gewicht, perfekte Ringform aber auch die Wahl der Ringgrößen spielt eine wichtige Rolle. Um ein verdrehen des Blanks bei Baitcast-Ruten unter extremer Belastung zu verhindern gibt es einige Hersteller, die die ruten im sog. Spiralguide beringen.

Der Leitring sitzt dabei wie gewohnt auf dem Blank, alle weiteren Ringe sind danach spiralförmig um den Blank verteilt, sodass die letzten Ringe vor dem Spitzenring wie bei einer normalen Spinnrute nach unten zeigen. Die Schnur wird als einmal um 180° um den Blank geführt. Derartige Beringungen treten auf, sind jedoch selten.

Ringeinlagen sollten über höchste Abriebsfestigkeit, Wärmeleitfähigkeit aber auch eine glatte Oberfläche verfügen damit im Wurf wenig Widerstand für die hindurchrauschende Schnur entsteht es zu keiner Sägewirkung an der Ringeinlage im Drill z. B. durch eine geflochtene Schnur kommt. Ein Schnurbruch nebst Kerbe in der Einlage wäre vorprogrammiert. Hersteller wie z. B. Fuji setzen daher auf Ringeinlagen aus Siliciumcarbid (SiC-Ringe).

Da das Gewicht der Ringe auch das Handling einer Rute beeinflusst, gerade bei sehr feinen Ruten, ist es wichtig, dass die Ringe sehr leicht sind. Materialien wie Titanium und sind daher unumgänglich, wenn es darum geht hochwertigste Ruten zu beringen. IN diesen Fällen löst dann sogar noch eine Ringeinlage aus Torzite die Ringe aus SiC ab. Torzite verfügt neben den grundlegenden oben beschriebenen Eigenschaften noch über das Plus von einem deutlichen Minus beim Gewicht.

Wer mit seiner Rute im Salzwassr unterwegs ist, sollte darauf achten, dass die Rute über Stainless-Steel-Ringe aus Edelstahl verfügt, damit sich nicht der Rost breit machen kann.

Griff & Rollenhalter

Am Griffmaterial scheiden sich die Geister. Der eine bevorzugt Kork, der andere Duplon. Und beide Lager beäugen sich oft skeptisch mit gegenseitigem Unverständnis. Korkgriffe liegen warm in der Hand und entwickeln im Laufe der Zeit eine individuelle Patina, die die Geschichte unzähliger Angelausflüge wiedergibt.

Duplongriffe sind ziemlich unverwüstlich, verfügen auch bei Nässe über sehr gute Griffeigenschaften und passen farblich perfekt zu fast jedem Blank. Unter dem Punkt "Länge" wurde schon einmal die höhere Wurfweite bei längeren Ruten angesprochen. Der Griff fällt bei längeren Ruten in der Regel auch länger aus und ermöglicht hierdurch eine Hebelbewegung aus dem Armen, die in Kombination mit Rutenlänge und optimaler Aufladung, bedingt durch die passende Köderwahl zum Wurfgewicht ein ökonomisches Werfen bis zum Horizont ermöglicht.

Der Vorteil eines langen Reargrips bei Ruten mit denen auf Distanz gefischt wird, wird jedoch zum Nachteil bei kurzen Ruten, mit denen kleine Köder aus dem Handgelenk geführt werden sollen oder am im Kajak oder Bellyboat sitzt. Alle Rutengriffe die in solchen Fällen hinter den Ellenbogen reichen sind fehl am Platz und behindern das Fischen. Unterschätzen sollte man jedoch nicht, dass durch ein kurzes hinteres Griffstück der mögliche Einsatz eines Hebels im Drill eingeschränkt ist, da man sich das Griffende nicht entspannt in die Hüfte stemmen kann, um der Hechtmutti Paroli zu bieten.

Die Aktion einer Angelrute - Taper und Rückstellgeschwindigkeit

Das Taper, in deutschen Anglerkreisen auch als Aktion einer Rute bezeichnet, beschreibt in erster Linie das Verhalten bzw. die Biegekurve des Blanks unter Belastung. Dieses Verhalten unter Belastung wird sowohl bei der Köderanimation, während des Anhiebs, des Drills und während des Wurfes deutlich und ist bei der Auswahl einer Rute nicht zu verachten. Die gebräuchlichsten Taper werden in extra-fast, fast, medium-fast, medium und slow unterteilt. Je nach Hersteller werden die Bezeichnung medium-fast und medium synonym mit regular-fast (RF) und regular (R) verwendet.

Um besonders genaue Aussagen über das Taper einer Rute zu machen, verwenden einige Hersteller auch noch differenziertere Angaben bzw. geben Taper-Bereiche an (z. B. medium fast - regular). Während ein Blank mit einem extra-fast taper nur im vordersten Spitzenbereich zunächst flexibel ist, weist ein slow taper eine gleichmäßige Biegung bis ins Handteil auf. Da der flexible Teil eines Blanks für die Köderführung und -kontrolle entscheidend ist, ist es wichtig, die jeweils richtige Rute für die jeweilige Angelmethode und den entsprechenden Ködereinsatz auszuwählen. In Bezug auf das Wurfverhalten lässt sich sagen, dass Ruten mit einem slow taper, auf Grund der leichteren Aufladung des Blanks, den Köder leichter und entspannter auf Weite befördern als Ruten mit einem fast taper oder sogar extra-fast taper.

Das Taper hat jedoch nichts mit der Straffheit (Schnelligkeit) eines Blanks zu tun. Es gibt mitunter Ruten die über einen sehr schellen Blank verfügen, aber z. B. ein medium-fast taper aufweisen. Über die Schnelligkeit eines Blanks entscheidet nicht das Taper, sondern die Anordnung und Modulierung der Carbonfasern im Blank. (Zu Zeiten von reinen Glasfaserblanks von anno dazumal sah dies allerdings noch ganz anders aus, eine Ausführliche Erklärung würde jedoch zu sehr ins Detail gehen).

Extra-Fast Taper: Bei Ruten mit einem extra-fast taper liegt der flexible Teil des Blanks im obersten Spitzenbereich. Die Aktion dieser Ruten geht sehr schnell in das Rückgrat über. Ruten mit diesem Taper eignen sich besonders für alle Arten von Softbaits am Texas-, Carolina- oder Jighead-Rig. Beim Angeln im Heavy Cover hat man mit diesem Taper den großen Vorteil einem gehakten Fisch einen größtmöglichen Hebel entgegen zu setzen und ihn schnell aus den kritischen Bereichen zu drillen. Zu den Extra-Fast Ruten.
Fast Taper: Etwa das vorderste Viertel des Blanks ist bei Ruten mit einem fast taper flexibel, erst danach macht sich das Rückgrat bemerkbar. Wie auch Ruten mit extra fast taper eignen sich die fast taper Ruten für alle Arten des Softbaitfischens. Zu den Fast Ruten.
Medium Fast / Regular Fast Taper: Ruten mit einem medium fast taper eignen sich in erster Linie für alle Arten von Hardbaits. Etwa das erste Drittel ist bei diesen Ruten flexibel und unterstützt den Angler bei der Animation des Köders. Zu den Regular-Fast Ruten.
Medium / Regular Taper: Das Rückgrat setzt etwa im Bereich kurz vor der Blankmitte ein, fast die Hälfte der Blanklänge kann also zur Köderanimation genutzt werden. Ein medium taper passt ebenfalls perfekt für verschiedenen Arten von Hardbaits wie Minnows, Jerkbaits oder Topwaterbaits. Zu den Regular Ruten.
Slow Taper: Bei einem slow taper geht die flexible Aktion fast durch bis ins Handteil. (Die Angelrute krümmt sich im Halbkreis bis ins Handteil.) Das spürbare Rückgrat tritt erst im letzten Drittel vor dem Handteil oder auch gar nicht auf. Slow taper Ruten sind klassische Crankbait- oder Spinnerbaitruten. Der flexible Teil des Blanks wirkt wie ein Puffer und fängt die starken Vibrationen der verwendeten Köder ab und ermöglicht somit ein entspanntes Fischen über einen langen Zeitraum. Große und schwere Köder lassen sich zudem entspannt und kräfteschonend mit der richtigen Technik werfen. Ein weitere Vorteil des slow tapers ist die Tatsache, dass das Taper dem Fisch das fast widerstandslose Einsaugen des Köders ermöglicht und schnelle, harte Fluchten im Drill geschmeidig abfedert. Zu den Regular Ruten.

Angaben zum Taper sind keine Normwerte!

Für die Taperangaben gibt es keine 100%igen Normwerte, so können Ruten unterschiedlicher Hersteller mit ein und demselben Taper klassifiziert sein und trotzdem unterschiedlich ausfallen. Die Taperangaben sind Richtwerte für den Angler, der eine Rute auch nach persönlichen Vorlieben auswählt. Einige Hersteller machen aber auch sehr genaue Angaben zu den einzelnen Rutenmodellen und deren Verwendungszweck. Man darf sich daher nicht wundern, wenn z. B. eine Angelrute mit fast taper ausgewiesen wird und gleichzeitig für den Einsatz mit Crankbaits ausgelegt ist. Ein fast taper schließt nicht unbedingt aus, dass eine Rute nicht trotzdem die starken Vibrationen eines Köders abfedert oder die Animation unterbindet, da der Blank entsprechend gearbeitet wurde.

Powerrating - Wie viel Kraft hat die Angelrute?

Die Power einer Rute geht in gewissem Maße mit deren Wurfgewicht einher. Konkret heißt das, dass die Angabe Power erst einmal eine Aussage darüber macht, wie viel Kraft notwendig ist, um die Aktion (Taper) einer Rute hervorzurufen. Die Angabe der Power erfolgt in Form von Buchstaben. Die Einteilungen reichen von Extra-Ultra-Light (XUL), Ultra-Light (UL), Light (L), Medium-Light (ML), Medium (M), Medium-Heavy (MH), Heavy (H) bis hin zu Extra-Heavy (XH). Darüber hinaus gibt es aber auch noch schwerer klassifizierte Ruten. Die Power einer Angelrute wählt man nach dem zu erwarteten Zielfisch und den damit einhergehenden eingesetzten Ködern.

Übersicht, Schnellzugriff und Zielfisch für unsere Angelruten nach Powerrating

PowerratingZielfisch
XUL / Extra-Ultra-Light RutenForelle
UL / Ultra-Light RutenForelle, Barsch
L / Light RutenForelle, Barsch, Döbel / Aland
ML / Medium-Light RutenBarsch, Döbel / Aland
M / Medium RutenBarsch, Schwarzbarsch, Rapfen, Zander, Meerforelle
MH / Medium-Heavy RutenSchwarzbarsch, Rapfen, Zander, Meerforelle, Hecht
H / Heavy RutenSchwarzbarsch, Zander, Hecht
XH / Extra-HeavyZander, Hecht
XXH / Extra-Extra-Heavy RutenHecht
Die optimalen Zielfischbereiche können je nach Gewässer und persönlichen Vorlieben stark voneinander abweichen. Falls du dir nicht sicher bist, welches Powerrating deine neue Rute mitbringen sollte, kannst du dich jederzeit für eine individuelle Rutenberatung bei uns melden!

Schnurklasse - Was bedeuten die Schnurklassen auf Angelruten?

Ruten für das moderne Spinnfischen sind mit Angaben über die zu verwendende Schnurklasse versehen. Die Schnurklasse ist dabei in lb (Pfund) auf der Rute vermerkt. Der Einsatz einer Schnur im angegebenen Bereich ist sinnvoll und zu empfehlen, da nur so auch die Aktion der Angelrute in vollem Umfang ausgeschöpft bzw. ausgelöst werden kann. Eine Schnur mit einer zu niedrigen Tragkraft würde reißen, bevor die Rute überhaupt in Aktion tritt, während eine zu starke Schnur mit falsch eingestellter Rollenbremse sogar zum Rutenbruch führen könnte.

Die Angabe der Schnurklasse ermöglicht es aber auch, Aussagen über die Aktion und Power zu treffen, besonders dann, wenn wir Ruten mit gleichen Angaben haben. Mit Hilfe der ausgewiesenen Schnurklasse kann man erkennen, welche Rute stärker oder schwächer ausfällt, in dem man die Angaben zur Line vergleicht. Eine Rute mit einer höher angegebenen Schnurklasse sollte daher also dementsprechend etwas stärker ausfallen, auch wenn die restlichen Angaben identisch sind.

Angelruten für Forelle, Barsch, Zander, Hecht und mehr

Je nach Taper, Aktion, Power, Schnurklasse und Rutentyp eignen sich unsere Angelruten unterschiedlich gut für einen bestimmten Zielfisch oder eine spezielle Montage. Um dich bei der Suche nach einer passenden Baitcast- oder Spinnrute zu unterstützen, haben eine Kategorisierung nach Zielfischruten vorgenommen und darin alle bereits genannten Merkmale und Eigenschaften berücksichtigt. Beachte, dass es sich hierbei um ein allgemeines Anforderungsprofil der Rute an den jeweiligen Zielfisch handelt. Individuelle Merkmale wie Strömungsdruck, Gewässertiefe, Köderarten und persönliche Vorlieben wurden nicht berücksichtig. 

Forellenruten

Sehr leichte Angelruten für kleine und besonders leichte Forellenköder. Vorrangig ein-/zweiteilige Spinnruten mit einem Powerrating von Ultra-light (UL) bis Medium-Light (ML) und einem Wurfgewichtsbereich von 0,9 bis ca. 15 Gramm. Die Länge der Forellenruten reicht von sehr kurzen Ruten mit ~1,60 m bis max. 2,29 Meter. Das Taper ist je nach Köderart und Ködergewicht im Bereich zwischen "regular" mit parabolischer Aktion bis zu "extra fast" mit spitzenbetonter Aktion angesiedelt. Hier findest du alle Forellenruten im Überblick.

Barschruten

Durch das extrem breite Einsatzspektrum in Sachen Köder, Methoden und Gewässerarten findest du im Bereich der Angelruten für Barsch das mit Abstand größte Angebot bei uns im Shop. Hierbei handelt es sich um Baitcast- und Spinnruten mit einem Powerrating von Ultra-light (UL) bis Medium-Heavy (MH) und einem Wurfgewichtsbereich von 0,9 bis ca. 45 Gramm. Die Länge der Barschruten reicht von sehr kurzen und handlichen Modellen zum Twitchen bis hin zu sehr langen Ruten zum Distanzangeln auf Barsch. Das Taper ist je nach Anwendungsbereich zwischen "regular" bis zu "extra fast" angesiedelt. Hier geht es zu unseren Barschruten.

Rapfenruten

Wenn du dem deutschen Sportfisch Nummero Uno nachstellst, benötigst du für den kampfstarken Rapfen i.d.R. eine etwas längere Angelrute mit einem gut "arbeitenden" Blank, der sowohl die knallharten Biss, als auch die rasanten Fluchten in der ersten Drillphase gut puffert. Im Bereich der japanischen Hochleistungsruten wird hierfür oft zu Modellen aus den Seabass oder Eging-Lineups mit "regular" bis "fast" Taper und einem Wurfgewichtsbereich von 15 bis 45 g gegriffen. Was in etwa einem Powerrating von Medium-Light (ML) bis Heavy (H) entspricht. Hier findest du eine Übersicht unserer Rapfenruten.

Meerforellenruten

Für den Fisch der tausend Würfe benötigst du in jedem Fall eine etwas längere Angelrute die kompromisslos auf Wurf-Performance und ein optimales Handling getrimmt ist. Je nach Ködergewicht sind unsere ca. 2,30 bis 2,90 m langen MeFo-Ruten mit einem Powerrating von Medium-Light (ML) bis Heavy (H) und einem Wurgewichtsbereich 15 bis 45 Gramm eingestuft. Hierbei haben wir weiterhin ein besonderes Augenmerk auf das gesamtgewicht der Rute und den Aufbau des Griffs gelegt. Hier geht es zu den Meerforellenruten.

Zanderruten

Kompromisslos sesibel, schnell und kraftvoll! Ob du auf Distanz vom Ufer oder vertikal vom Boot auf Zander fischst, spielt bei der Auswahl einer dazu passenden Rute keine Rolle. Zanderruten müssen immer mindesten sensibel genug sein, um selbst zaghafte Schwanzbisse zu spüren. Sie müssen eine spitzenbetonte Aktion aufweisen, um den Haken beim Anschlag sicher zu setzen und vor allem sollten Zanderruten genügend Backbone / Kraftreserven besitzen, um auch großen Exemplaren parolie bieten zu können. Die typische Japan-Rute zum Zanderangeln ist zwischen 1,80 und 2,60 lang, weist ein Wurfgewicht von 21 bis 90 g auf und ist mit einem "regular fast" bis "extra fast" Taper ausgestattet. Zu den Zanderruten.

Hechtruten

Große Köder, schwere Ruten und aggressive Zielfische. Beim schweren Hechtangeln werden besondere Anforderung an das Material und den Angler gestellt. Unsere Hechtruten weisen daher i.d.R. einen Wurfgewichtsbereich mindestens 30, bis maximal 150 g für Big Bait Köder im XXL Format auf. Das dazu passende Powerrating bewegt sich zwischen Medium-Heavy (MH) und Extra-Extra-Heavy (XXH) nebst "regular" bis "fast" Taper. Je nach Gewässer- und Standort der Hechte und Hechtangler sind die Angelruten zwischen 1,80 und 2,30 m lang. Zu den Hechtruten.

Light Game Ruten

Im Bereich Light Game Ruten haben wir alle Ruten zusammengefaßt, die für das Meeresangeln auf Thunfisch und GT verwendet werden. Die Wurfgewichte und Powerratings liegen im Bereich der Light Game Ruten naturgemäß weit über dem hierzulande üblichen Standard und liegen bei 45 bis weit über 800 g. Passend zu den kampfstarken Meeresräubern fallen weiterhin die Rutengewichte und der gesamte Aufbau extrem robust aus. Hier findest du unsere Light Game Ruten.

Tenkara-Ruten

Rute, Schnur, Fliege - fertig. So lässt sich das Tenkara-Fischen in einfachen Worten ausdrücken. Hierbei handelt es sich nicht nur die wohl älteste Art des Fliegenfischens, sondern die wohl auch einfachste, gefühlvollste und unbeschwerteste Art, eine Forelle zu fangen. Wer dann mit dieser einfachen Ausrüstung an einem wunderschönen Gewässer den Salmoniden nachstellt, der wird sich wundern, wie einfach und schön das Angeln mit einer echten Tenkara-Ruten ist.

Das richtige Zubehör für deine hochwertige Angelrute

Passend zu unseren Ruten findest du im Bereich Rutenzubehör eine Vielzahl von nützlichen Zubehörteilen rund um deinen Taktstock, z.B. Hakenhalter zum Nachrüsten, Rutenbänder und leichte Transporthüllen für den Schutz vor Beschädigung der hochmodulierten Kohlefaserblanks und unschönen Kratzern. Rutenhalter und Rutenständer für den gut organisierten und stylisch eingerichteten Angelkeller sowie clevere Transportsysteme für Angler die zum Beispiel sehr viel mit dem Flugzeug auf Reisen sind und ihre Ruten transportsicher verstaut wissen wollen.