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Geflochtene Schnur

Geflochtene Schnur
Eine geflochtene Schnur ermöglicht durch die geringe Dehnung eine perfekte Köderkontrolle, eine sichere Übertragung von Bissen und ein direktes Setzen des Anhiebs, selbst über große Entfernungen oder mit einer weichen Rute. Geflochtene Schnüre sind besonders dünn und eignen sich hervorragend bei Rollen mit geringer Schnurkapazität, mit denen auf weite Distanz gefischt wird. Mehr über Geflochtene Schnur

Kaufberatung und Wegweiser für geflochtene Angelschnur

Um euch die Entscheidung bei der Wahl der Schnur leichter zu machen, möchten wir euch kurz und knackig die Eigenschaften und Vorteile von geflochtenen Schnüren (PE) vorstellen. Geflochtene Schnüre bestehen aus mehreren Fasern Polyethylen. Wie der Name bereits verrät, werden diese miteinander verflochten. So schaut eine PE unter dem Makroskop genauso aus wie ein Seil, Tau oder Wollschnüre. Dies hat den Vorteil, dass sie im Vergleich zum geringen Durchmesser eine extrem hohe Tragkraft aufweist, welche von Einzelfasern oder ?eindimensionalen? Schnüren (wie z.B. Monofil) nicht erreicht werden kann.

Mittlerweile sind die meisten PE 8-fach geflochten. Dazu gibt es auch noch 4-fach geflochtene Schnüre. Je höher die Anzahl der Einzelfasern, desto runder erscheint die Schnur meistens und desto geschmeidiger ist sie. Dies hat Vorteile beim Werfen und Knoten, schlussendlich aber auch bei der Köderführung. 4-fach geflochtene Schnüre eignen sich hingegen vor allem in dünnen Durchmessern gut für den Einsatz auf der BC. Da sie nicht so extrem rund sind, wie 8-fach Geflochtene, legen sich die Fasern gut übereinander und sie schneiden nicht auf der Spulenfüllung ein, was oft zu nervigen Perücken führt. Allerdings lösen moderne 8-fach Geflochtene auch dieses Problem immer häufiger.

Geflochtene Schnüre besitzen eine sehr geringe Dehnung, welche um ein Vielfaches geringer ist als die einer Monofilen. Dadurch habt ihr einen direkten Kontakt zu eurem Köder, was euch Vorteile in der Köderführung/-kontrolle als auch in der Bisserkennung bringt. Dies macht sich vor allem auf große Distanzen bemerkbar, da der Dehneffekt natürlich mit größerer Länge der Schnur stetig zunimmt.

Eine weitere Eigenschaft von PE-Schnüren ist deren Sichtbarkeit. Hier solltet ihr auch die Farbe eurer gewählten Methode anpassen. Wenn ihr nur dauerhaft auf Spannung fischt, was z.B. mit Cranks oder Swimbaits der Fall ist, müsst ihr die Schnur nicht unbedingt sehen. Den Biss werdet ihr relativ sicher über die Rute bemerken. Bei anderen Techniken hingegen wie dem DropShot, Jiggen oder anderen Rigs, lohnt der Einsatz gut sichtbarer Schnur doch sehr. Hier kann es vorkommen, dass die Bisse sehr vorsichtig kommen und ihr sie nur durch ein Zucken in der Schnur bemerkt. Je nach Winkel und Intensität der Sonneneinstrahlung und der Wasserfärbung, kann dies mit einer unauffällig gefärbten Schnur schier unmöglich werden. Denkt deshalb über sichtbare Farben wie gelb, rot, orange oder neongrün nach.

Es ist wichtig, dass ihr eure komplette Combo gut aufeinander abstimmt. Dazu gehört natürlich auch eure Schnur. Diese sollte zur Klasse eurer Rute, Rolle und der Methode passen. Denn je besser abgestimmt diese ist, desto weiter werdet ihr werfen können und desto besser wird eure Köderkontrolle sein. Die Tragkraft/Durchmesser der Schnur sollte weiterhin auf die zu erwartenden Zielfische und die Drillverhältnisse abgestimmt sein. Zum Beispiel benötigt ihr eine stärkere Schnur beim Fischen auf Forellen im Gebirgsbach als im Stillgewässer, da durch die starke Strömung ein viel größerer Druck auf der Schnur lastet. Zusätzlich solltet ihr darüber nachdenken, eine Schnurklasse stärker zu wählen, wenn in eurem Gewässer viele Hänger und Hindernisse vorkommen. Dadurch habt ihr erstens eine höhere Abriebfestigkeit, welche ihr benötigt da eure Schnur oft am Boden oder an Hindernissen entlang gleiten wird und zweitens mehr Spielraum, um durch einen manuellen Zug den Hänger lösen zu können. Mit einer schwächeren Schnur, wird euer Köder im Vergleich häufiger abreißen.

Im Folgenden wollen wir euch am Beispiel der Tailwalk PowerEye Peewee zeigen, wie das PE-System der Japaner aufgebaut ist. Je nach Gewicht der Schnur pro laufendem Meter werden die Schnüre in verschiedene Klassen eingeteilt. Natürlich gibt es pro Klasse nicht einen exakten Wert, sondern eine Spanne um einen Wert x. Folgende Werte sollen euch zur groben Orientierung dienen:

  • #0.3 - 5 lb / 2,27 Kg - 0.094 mm
  • #0.4 - 6 lb / 2,72 Kg - 0.108 mm
  • #0.5 - 7 lb / 3,18 Kg - 0.121 mm
  • #0.6 - 8 lb / 3,63 Kg - 0.132 mm
  • #0.8 - 10 lb / 4,54 Kg - 0.153 mm
  • #1.0 - 12 lb / 5,44 Kg - 0.171 mm
  • #1.2 - 14 lb / 6,35 Kg - 0.191 mm
  • #1.5 - 16 lb / 7,25 Kg - 0.209 mm
  • #2.0 - 20 lb / 9,07 Kg - 0.242 mm

Tipp: Solltet ihr eine harte Rute und eine geflochtene Schnur fischen, ist auch im Drill weniger Spielraum für Dehneffekte. Achtet deshalb auf eure Bremseinstellung und wählt diese eventuell etwas weicher. Ansonsten könnte es sein, dass ihr mehr Aussteiger verzeichnet. Dies macht sich vor allem bei Fischen mit weichen Mäulern bemerkbar. Hier ist dann aber einfach Ausprobieren gefragt, wie ihr im Drill mit eurer Combo am besten klarkommt.