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Fluorocarbon Schnur

Fluorocarbon Schnur
Fluorocarbon besitzt einen ähnlichen Lichtbrechungsfaktor wie Wasser und ist folglich unter Wasser fast unsichtbar. Daher empfiehlt sich, vor allem bei sehr scheuen und misstrauischen Fischen sowie sehr klarem Wasser, der Einsatz von Fluorocarbon. Weitere Vorteile sind bessere Abriebfestigkeit und weniger Dehnung für besseren Köderkontakt. Fluorocarbon kann sowohl als Hauptschnur wie auch als Vorfachschnur eingesetzt werden. Da Fluorocarbon schwerer ist als andere Schnüre können auch kleine Köder, die sonst in ihren Laufeigenschaften eingeschränkt werden, optimal gefischt werden. Die Tragkraft ist allerdings geringer als bei Nylon-Schnüren gleichen Durchmessers. Mehr über Fluorocarbon Schnur

Kaufberatung Fluorocarbon Schnur - Was Du beim Kauf deiner Fluorocarbon Schnur beachten solltest!

?Was hat eine Fluorocarbon-Schnur für Vorteile und Nachteile? Warum und wann sollte ich mich für eine FC-Schnur entscheiden?? Diese und weitere Fragen versuchen wir zu klären, um euch eine Hilfestellung bei der Entscheidung zu geben.

Eigenschaften und Nutzung als Vorfachmaterial

Hartnäckig hält sich die Meinung, FC sei im Wasser unsichtbar. Wer schon einmal ein Stück FC ins Wasser gehalten hat weiß: Das ist definitiv nicht richtig! Allerdings hat FC einen ähnlichen Lichtbrechungsfaktor wie Wasser, was bedeutet, dass es im Wasser sehr unauffällig ist. FC hat aus unserer Sicht andere vorteilhafte Eigenschaften: Hervorzuheben wäre dabei die Abriebfestigkeit. FC ist deutlich abriebfester als herkömmliche Nylonschnüre. Jedoch besitzt es bei gleichem Durchmesser eine geringere Tragkraft, weshalb es meist eine Stärke dicker gewählt werden muss. Dadurch eignet es sich perfekt als Vorfachmaterial. Die letzten Meter vor dem Köder kommen oft mit Strukturen oder dem Boden unter Wasser in Berührung.

Steine, Gehölze und Muscheln reiben oft scharfkantig an der Schnur. Aufgeraute Stellen sind die Folge. Im schlimmsten Fall reißt die Schnur im Drill und wir wollen weder einen abgerissenen Köder, noch einen Fisch mit Köder im Maul. FC ist allerdings erst in extremen Stärken wirklich (hecht-)bissfest, so dass in Gewässern mit Hechtbestand auf ein hechtsicheres Vorfachmaterial ausgewichen werden sollte. Im Folgenden findet ihr ein paar grobe Eckdaten für das Angeln auf diverse Zielfische. Bedenkt, dass die Auswahl der Vorfachstärke immer von mehreren Faktoren, wie z.B. Hängergefahr, Hindernisse, Strömung und Größe der Zielfische abhängt:

  • Zander: ~0.35 - 0.45mm
  • Barsch: ~0.20 - 0.30mm
  • Bachforelle:~0.25 - 0,35mm
  • Rapfen:~0,28 - 0,35mm
  • Wels: > 0,50mm

Eine weitere Eigenschaften von Fluorocarbon sind dessen Sinkeigenschaften. Im Gegensatz zu den meisten Nylonschnüren sinkt FC. Dies solltet ihr bei der Vorfach- und Köderwahl berücksichtigen. Leichte schwimmende Oberflächenköder - wie z.B. Insektenimitationen - sollen natürlich nicht unter Wasser gezogen werden, leichte sinkende/schwebende Köder allerdings auch nicht in ihren Eigenschaften eingeschränkt werden. FC eignet sich dementsprechend vor allem für alle Methoden, welche sich dauerhaft unter Wasser befinden.

Fluorocarbon Schnur als Hauptschnur

Fluorocarbon eignet sich nicht nur als Vorfach sondern auch super als Hauptschnur. FC ist relativ dehnungsarm. Einordnen lässt es sich in diesem Parameter zwischen PE (extrem dehnungsarm) und klassischer Nylonschnur (viel Dehnung). Dadurch vereint man die Vorteile von beiden Schnüren. Es gibt weiterhin einen kleinen Prozentteil der Dehnung und kombiniert es mit der Unauffälligkeit und Abriebfestigkeit einer Monofilen. Auf die volle Länge macht sich die Unauffälligkeit sicher bemerkbar. Durch das sinkende Verhalten hat man einen direkteren Kontakt zum Köder und verschiedene Hardbaits laufen etwas tiefer. Dazu kommt noch der Aspekt, dass FC (also eine Monofile) geräuschärmer ist als eine PE (Geflochtene). Dies dürfte den Scheucheffekt noch einmal verringern.

FC ist allerdings etwas steifer als Nylon oder PE, weshalb bei der Nutzung als Hauptschnur auf einer BC Vorsicht geboten ist. Hier solltet ihr euch über eine etwas stärkere Bremseinstellung und schwerere Köder erst einmal herantasten.

Allgemeine Hinweise zu Fluorocarbon Schnüre

Es ist wichtig, dass ihr eure komplette Combo gut aufeinander abstimmt. Dazu gehört natürlich auch eure Schnur. Diese sollte zur Klasse eurer Rute, Rolle und der Methode passen. Denn je besser abgestimmt diese ist, desto weiter werdet ihr werfen können und desto besser wird eure Köderkontrolle sein. Die Tragkraft/Durchmesser der Schnur sollte weiterhin auf die zu erwartenden Zielfische und die Drillverhältnisse abgestimmt sein. Zum Beispiel benötigt ihr eine stärkere Schnur beim Fischen auf Forellen im Gebirgsbach als im Stillgewässer, da durch die starke Strömung ein viel größerer Druck auf der Schnur lastet. Zusätzlich solltet ihr darüber nachdenken, eine Schnurklasse stärker zu wählen, wenn in eurem Gewässer viele Hänger und Hindernisse vorkommen. Dadurch habt ihr erstens eine höhere Abriebfestigkeit, welche ihr benötigt, da eure Schnur oft am Boden oder an Hindernissen entlang gleiten wird. Zweitens habt ihr mehr Spielraum, um durch einen manuellen Zug, den Hänger lösen zu können. Mit einer schwächeren Schnur, wird euer Köder im Vergleich öfter abreißen.

Tipp: Solltet ihr eine harte Rute und eine dehnungsarme Schnur fischen, ist auch im Drill weniger Spielraum für Dehneffekte. Achtet deshalb auf eure Bremseinstellung und wählt diese eventuell etwas weicher. Ansonsten könnte es sein, dass ihr mehr Aussteiger zu verzeichnen habt. Dies macht sich vor allem bei Fischen mit weichen Mäulern bemerkbar. Hier ist dann aber einfach etwas Ausprobieren gefragt, wie ihr im Drill mit eurer Combo am besten zu recht kommt.