Barschköder

Barschköder - Gummiköder, Chatterbaits und Spinnerbaits zum Barschangeln Der Barsch gehört glücklicherweise zu den dankbarsten Abnehmern für Kunstköder - wenn man ihn denn findet! Wie du die Barsche findest ist (d)eine Sache, eine andere ist es, immer genau den Barschköder griffbereit in der Tackle-Box zu haben,... mehr

Alle 112 Barschköder im Überblick


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Barschköder - Gummiköder, Chatterbaits und Spinnerbaits zum Barschangeln

Der Barsch gehört glücklicherweise zu den dankbarsten Abnehmern für Kunstköder - wenn man ihn denn findet! Wie du die Barsche findest ist (d)eine Sache, eine andere ist es, immer genau den Barschköder griffbereit in der Tackle-Box zu haben, den Perca fluviatilis gerade bevorzugt. Das genau dies nicht einfach ist, wissen wir. Heute dicker Crankbait mit viel Aktion, morgen Low-Action Shads und übermorgen steht die Meute wieder nur auf Micro-Softbaits am Carolina Rig. Variantenreiche Methoden und eine kreative Auswahl unterschiedlichster Kunstköder trifft es am besten, um die Speisekarte grob zu umschreiben. Und genau deshalb haben wir uns - an diesem Hotspot für Barschköder - quer durch unser Sortiment an Baits gewühlt und alles zusammengetragen, was das Kunstköderportfolio hergibt: Softbaits, Hardbaits und Metallköder im Barschformat. Viel Spaß beim Stöbern!

Hardbaits

Crankbaits sind rundliche, bauchige Wobbler, welche durch ihre Form bedingt sehr starke Vibrationen entwickelt. Dadurch eignen sie sich sehr gut, um schnell eine große Fläche nach Fischen abzusuchen. Barsche sind sehr neugierig, so dass sowohl aktive als auch inaktive Fische durch die starken Druckwellen gereizt werden. Achtet darauf, sowohl Cranks mit Rasseln als auch ohne (silent) dabei zu haben! Durch die starke Druckentwicklung empfehlen wir euch Ruten mit regular-/regular-fast-Taper, welche nicht zu hart sind und dadurch die Vibrationen etwas abdämpfen.

Twitchbaits oder auch Minnows sind längliche, schmale Hardbaits, welche sich dem Namen nach perfekt zum Twitchen eignen. Dabei schießen sie - abhängig von der Stärke des Twitches - von links nach rechts und brechen teils unkontrolliert und chaotisch aus. Da Barsche sehr neugierig sind, macht sie diese Köderführung wahnsinnig, so dass sie ungehemmt attackieren. Die schmale Form imitiert häufig vorkommende Brutfische wie Ukelei, Hasel und co perfekt.

Das Angeln an der Oberfläche ist eine extrem spannende, spaßige und auch erfolgreiche Taktik. Wenn sich das Wasser erwärmt, sammeln sich die Brutfischschwärme an der Wasseroberfläche. Dadurch folgen auch die Räuber in die oberen Wasserschichten und rauben an der Oberfläche. Dazu eignen sich zum Beispiel Stickbaits und Popper extrem gut. Die Köderführung ist kinderleicht!

Stickbaits sind zigarrenförmige Hardbaits, welche entweder floating oder sinking sind. Die Köderführung und das Laufverhalten sind in beiden Fällen sehr ähnlich. Durch ständige Twitches in die leicht lockere Schnur werden die Stickbaits im walk-the-dog geführt. Dabei brechen sie in relativ engen Bahnen von links nach rechts aus. Barsche nutzen dabei oft kurze Pausen, um zu attackieren. Popper besitzen im Kopfbereich eine Mulde, welche bei Beschleunigung eine Luftblase mit unter Wasser zieht. Mit kräftigen Twitches in die lose Schnur erzeugt ihr mit etwas Übung perfekte Plopp-Geräusche.

Last but not least wollen wir euch auch unsere Metallköder nicht vorenthalten!

Chatterbaits sind eine Art Skirted-Jig mit vorgeschaltetem Metallblatt, welches bei Beschleunigung hohen Wasserwiderstand bietet und dadurch extrem starke Vibrationen aussendet. Unsere Chatterbaits sind kombinierbar mit jeglichen Trailern, um den Großbarschen einen gescheiten Happen präsentieren zu können. Chatterbaits eignen sich sehr gut für das zügige Absuchen großer Flächen nach Fischen und für das Jiggen!

Die vom Hechtangeln bekannten Spinnerbaits gibt es auch in der kleinen Barsch-Version. Perfekt konzipiert für das Angeln im Heavy-Cover gelingt es euch durch die Triangel-Form hängerfrei dort zu fischen, wo die Räuber vor allem im Frühjahr und Sommer stehen. Braucht es noch mehr Reiz, steht euch eine große Auswahl an Trailern zur Verfügung.

Wenn ihr lieber pures Metall möchtet, haben wir einige Cicaden und Spin-Jigs für euch im Shop. Weite Würfe, schnelles effektives Absuchen und ultra starke Vibrationen zum Reizen von Dickbarschen - all das beschreibt diese Kunstköder!

Softbaits

Softbaits sind sehr erfolgreiche Gummiköder für das Angeln auf Barsche. Die quirlige Aktion der weichen Gummimischung reizt die Räuber durch viele kleine Vibrationen und ihre Optik. Die klassischen Gummiköder stellen die Shads (Gummifische) da, welche einen kleinen Futterfisch imitieren. Diese gibt es in vielen verschiedenen Formen: schlank, bauchig, rundlich, … Manchmal mögen Barsche viel Aktion, manchmal wenig Aktion. Deshalb gibt es sowohl Shads mit Schaufelschwanz (oder ähnlichem) als auch No-Action-Shads mit Pin- oder V-Tail.

Da Barsche sehr neugierig sind, gibt es viele Softbaits mit Fühlern, Beinchen und ähnlichem Anhängsel, welches auch in Ruhephase durch die Unterwasserströmung spielt und so dauerhaft kleine Reize aussendet. Es gibt Craws (Krebse), welche eine der proteinreichen Lieblingsspeisen der Barsche imitieren und Creatures, welche nicht unbedingt eine tatsächlich vorkommende Nahrungsquelle darstellen, aber dennoch sehr erfolgreich sind!

Metallköder zum Barschangeln

Auch wenn die folgenden Metallköder nicht zwingend zur Sparte der Wobbler/Hardbaits gehören, möchten wir sie trotzdem erwähnen, haben sie doch teils ziemlich ähnliche Laufeigenschaften. Für das ermüdungsfreie und optimale Fischen solltet ihr wie beim Fischen mit Crankbaits keine zu straffen bzw. zu harten Ruten nutzen. Mit Ruten mit regular- oder regular-fast-Taper seid ihr je nach Gewässer und Köderführung gut ausgerüstet.

Spinnerbaits - Barsch auch in dichter Vegetation fangen

Spinnerbaits sind Metallköder, welche aus verschiedenen Komponenten aufgebaut sind und im Grundgerüst aus einer Metallstange bestehen, welche mittig - je nach Modell in unterschiedlichen Winkeln - geknickt ist.

Am einen Ende befindet sich meist ein Einzelhaken. Dieser kann sowohl blanco als auch mit einem Gewicht (ähnlich wie ein Jigkopf) beschwert sein. Hier kann ein sogenannter Trailer aufgezogen werden, um den Spinnerbait mit weiteren Reizen zu garnieren. Durch das Gewicht läuft dieser Part des Baits unten. Am anderen Ende befinden sich ein oder zwei Metallblades, welche bei Zug verführerisch spielen und starke Druckwellen aussenden.

Durch die dreieckige Form eignet sich der Spinnerbait perfekt, um ihn durch Kraut und anderes Cover zu führen, da die Krautfahnen über die beiden Stangen hinweg geführt werden. So verfangen sich keine Pflanzen am Haken und das Laufverhalten bleibt erhalten. Daher ist das Einsatzgebiet vor allem im krautigen Flachwasserbereich zu finden. Dort halten sich die Barsche im Frühjahr und Sommer auf und sind dann perfekt mit kleinen, nicht zu breiten Spinnerbaits anzusprechen.

Chatterbaits - druckvoll auf Barsch

Chatterbaits eignen sich sowohl für das monotone Einholen als auch fürs Jiggen. An einer Art Skirted-Jig ist vor dem Gewicht ein bewegliches Metallblatt befestigt, welches einen hohen Wasserwiderstand hat und bei Zug stark zu vibrieren beginnt. Die Skirts sorgen für Volumen und ein verführerisches Spiel bei der Absink- oder in Ruhephasen. Als Trailer können verschiedene BARSCHSOFTBAITS genutzt werden. Durch den hohen Druck eignen sich Chatterbaits vor allem für das schnelle flächige Absuchen nach aktiven Fischen. Nutzt ihr sie zum Jiggen, könnt ihr inaktive Fische durch die verschiedenen Komponenten reizen.

Cicadas & Spin-Jigs

Cicaden und Spin-Jigs sind kleine Metallblades in Fischform, welche meist im oberen Bereich, bzw. am Rücken Ösen zur Anköderung besitzen. Sie eignen sich je nach Form sowohl zum schnellen Suchen von aktiven Fischen als auch zum Vertikalangeln im Winter. Mit den starken Vibrationen lenkt man in beiden Fällen das Interesse der Fische auf den Köder und reizt sie dadurch zum Biss. Je nach Gewässertiefe und Wurfweite und Einholgeschwindigkeit solltet ihr das Gewicht dementsprechend auswählen.

Rigs

Unsere Stachelritter können an manchen Tagen sehr launisch und vorsichtig sein, so dass sich über die Jahre viele verschiedene Techniken und Rigs entwickelt haben, welche auch in schwierigen Situationen Erfolg bringen. Dazu kommen teils spezielle Gewichte, Perlen und diverse Haken zum Einsatz, um das Rig zu modifizieren.

Das wohl bekannteste Rig ist das Dropshot-Rig (DS-Rig). Am Ende der Schnur befindet sich ein rundlich oder längliches Gewicht. Der Haken steht im 90°-Winkel oberhalb des Gewichtes vom Vorfach ab. Dadurch kann man den Softbait extrem langsam auf der Stelle anbieten und ihn so lange im Blickfeld der Barsche halten.

Ein sehr beliebtes Rig ist das Texas-/Carolina-Rig. Auf dem Leader läuft oberhalb des Softbaits ein Bullet-Gewicht (patronenförmig) und ein Soundbead (Perle). Bei Beschleunigung treffen die beiden Komponenten aufeinander und erzeugen ein Klicken, welches die Barsche anlockt. Das Gewicht sinkt dann schnell zu Boden, der Softbait folgt langsam und gibt den Räubern genügend Zeit, um zu attackieren.

Relativ neu ist das Spine-Rig. Mit Hilfe eines speziellen Spine-Hooks wird der Softbait aufgezogen. Dazu wird ein Nail-Sinker (Nagelgewicht) im Softbait verankert. Je nachdem wie und wo man den Softbait anködert und den Nailsinker einbringt, läuft der Köder anders und chaotischer. Dies imitiert sehr gut einen verletzten oder am Grund nach Nahrung suchenden Futterfisch. Dem Spine-Rig sind in der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Weitere Rigs, welche beim Barschangeln für euch relevant sein könnten sind übrigens Neko-Rig, Wacky-Rig, Split-Shot-Rig und das Jika-Rig.

Größen und Farben

Die meisten wissen es: Barsche sind teilweise größenwahnsinnig! Alles wird attackiert, egal wie groß. Trotzdem ist es sinnvoll, nicht mit den großen Hechtködern auf unsere Stachelritter zu fischen! Nicht an jedem Tag sind sie so hemmungslos. Außerdem werdet ihr extrem viele Fehlattacken haben, denn so ein großer Happen passt meistens nicht ins relativ kleine Barschmaul.
Die gängigen Größen für unsere typischen Barschköder sind zwischen 5-9 cm. Manchmal kann es sinnvoll sein größer zu fischen, wenn wir zum Beispiel im Winter oder sehr selektiv auf große Barsche angeln wollen. Kleiner müssen wir nur an sehr sehr schwierigen Tagen fischen, wenn uns die Mäuler schier zugenagelt erscheinen. Prinzipiell solltet ihr euch an dem zum Zeitpunkt in größter Menge vorkommenden Futterfisch orientieren.

Barsche haben ein sehr gutes Sehvermögen, so dass ihr euch bei eurer Farbauswahl durchaus Gedanken machen solltet. Grundsätzlich sind einige Klassiker zu beachten: Ist das Wasser sehr klar und sichtig, nutzt eher neutrale bzw. natürliche Dekore. Ist das Wasser dagegen trüb, könnt ihr ruhig auf etwas schockigere Farben zurückgreifen. Das gleiche gilt auch für die Strömungsgeschwindigkeit. Alle Parameter, die den Stachelrittern eine genaue Begutachtung eures Hardbaits erlaubt, verdienen ein natürlicheres Dekor.

Ähnlich solltet ihr auch an Gewässern mit hohem Angeldruck vorgehen. Die Fische werden viele Kunstköder kennen und dementsprechend argwöhnisch reagieren. Ein knallbunter unnatürlicher Köder wird dann schnell links liegen gelassen.
Eine Ausnahme bilden Barsch-Dekore. Barsche sind Kannibalen und reagieren deshalb oft auch auf etwas knalligere Barsch-Imitate sehr gut. Schlussendlich solltet ihr euch am vorkommenden Futterfisch orientieren und versuchen, diesem zu ähneln.
Zu guter Letzt noch ein Tipp für die kalte Jahreszeit: Pink und rosa haben sich als sehr gute Farben für den Winter herausgestellt.

Köderführung

Natürlich kann man die Köderführung nicht auf alle Ködertypen beziehen. Jedoch lässt sich bei der Fischerei auf Barsch recht allgemein sagen, dass ihr sehr variantenreich sein solltet. Barsche sind sehr neugierig und schauen sich in der Regel alles an. Ihr müsst nur den Instinkt wecken und ihnen den Happen schmackhaft machen. Baut Pausen in die Köderführung mit ein. Twitch zwischendurch auch mal einen Gummifisch oder einen Crankbait leicht an, um aus der monotonen Führung auszubrechen.

Grundsätzlich solltet ihr eure Köderführung und dementsprechend auch das Ködertempo je nach Witterung und Jahreszeit anpassen. Wenn das Wasser kalt ist, werdet ihr mit einer langsameren und ruhigeren Animation tendenziell erfolgreicher sein, als mit einem mit highspeed durch die oberen Wasserschichten geführten Köder.