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Stickbaits

Stickbaits
Stickbaits sind Kunstköder mit gerader, stabartiger Bauform - alternativ auch Pencilbait genannt. Stickbaits werden i.d.R. zum Spinnfischen in oberflächennahen Bereichen genutzt und zeichnen sich durch sehr gute Flugeigenschaften, gepaart mit einer ausladenden rechts-links Bewegung (Walk the Dog), aus. Die Laufeigenschaften von Stickbaits ohne Tauchschaufel wirken wie ein Magnet auf Rapfen, Hecht und Barsch und dürfen in keiner Tacklebox fehlen Mehr über Stickbaits

Stickbaits (Wobbler) bei Nippon-Tackle. Die perfekte Form für weite Würfe!

Allein durch den Namen ist es nicht schwer herauszufinden, welche Form Stickbaits einnehmen. Stick bedeutet soviel wie Stab und auch das Synonym Pencilbait (?Stiftköder?) deutet auf die schnurgerade Form hin. Natürlich ist ein Stickbait aber nicht perfekt wie ein Stab geformt. Meist ist er im Kopfbereich abgerundet oder mit einer kleinen Mulde versehen. Dadurch gleitet er leichter durch das Wasser und erzeugt unter Wasser leise Geräusche, welche jedoch für Raubfische gut wahrnehmbar sind. Zum Ende laufen sie oft etwas spitzer oder schmaler zu. Dies führt zu einer besseren Aerodynamik. Diese Form und das im Vergleich zur Länge oft relativ hohe Gewicht sorgen für hervorragende Wurfeigenschaften. Kerzengerade, wie an der Schnur gezogen, fliegt der Stickbait gen Horizont.

Es gibt sie als schwimmende (floating - F) und sinkende (sinking - S) Ausführungen. Sinkende Stickbaits sind in der Regel schwerer und eignen sich noch besser für weite Würfe. Schwimmende Modelle eignen sich perfekt für das Angeln auf Oberflächenräuber während der warmen Tage oder für das Angeln in Flachwassergebieten.

Über die Köderführung könnt ihr mit den Stickbaits verschiedene Laufverhalten durchführen!

Im Allgemeinen ist die Köderführung der Stickbaits sehr einfach. Sinkende Modelle könnt ihr Jerken/Twitchen und so seitlich ausladende Bewegungen vollführen. Je nach Tempo und Stärke der Twitches fallen diese weicher oder härter aus. Dies führt auch zu einer unterschiedlichen Lauftiefe. Eine andere Möglichkeit ist das einfach Einholen. Dabei laufen einige Modelle in engen S-Kurven, andere einfach schnurgerade. Wollt ihr tiefer fischen, lasst ihr euren Stickbait einfach absinken oder baut Spin-Stops in eure Köderführung ein!

Taking the dog for a walk! Dies ist der Leitsatz für das Angeln mit schwimmenden Stickbaits! Das Laufverhalten ähnelt nämlich dem eines Hundes, der an der Leine von rechts nach links läuft und die Wegränder absucht. Die so genannte walk-the-dog Führung erreicht ihr über gleichmäßige Twitches mit der Rutenspitze in die lockere Schnur. Hierbei empfiehlt es sich die Rute etwas höher zu halten. Vor allem in starker Strömung könnt ihr so einen großen Teil eurer Hauptschnur aus dem Wasser halten. Greift die Strömung in die Schnur, verändert dies das Laufverhalten. Um das walk-the-dog perfekt ausführen zu können, empfehlen wir euch Snaps mit einem runden Bogen. Ein eckiger Snap würde die ausladenden Bewegungen eindämmen.
Eine weitere Möglichkeit habt ihr, indem ihr den Stickbait über die Oberfläche schlittern lasst. Dies erfolgt durch dauerhaftes Einkurbeln.

Unterschiedliche Köderführung und die passende Jahreszeit bringen euch euren Zielfisch!

In großen Industrieflüssen und Bundeswasserstraßen ist mit Sicherheit der Rapfen (im Süden Schied) Zielfisch Nummer 1! Durch sein oberständiges Maul und seine Schnelligkeit ist er perfekt angepasst für die Jagd an der Oberfläche. Im Frühjahr und Frühsommer ist es essentiell, dass ihr mit Größe und Dekor die vorkommenden Brutfische imitiert! Dazu nutzt ihr Stickbaits von 5-7 cm, im Laufe des Sommers auch gerne größer. Wir empfehlen dann 9 cm Varianten. Rapfen bevorzugen schnelles, weiß geschäumtes Wasser. Hot-Spots sind Wehre und Rauschen. Wichtig ist eine schnelle Führung mit wenig ausladenden Bewegungen. Die räuberischen Cypriniden mögen keine Pause, haltet euch also ran! Im Frühjahr können die Rapfen noch etwas zurückhaltend sein. Sollten sie auf floating Modelle nicht gut reagieren, probiert es ruhig mal mit sinkenden Modellen knapp unter der Wasseroberfläche.

Für das Angeln auf Hecht empfehlen wir euch große, voluminösere Stickbaits. Alles über 10 cm passt perfekt in das Beuteschema! Diese aggressiven Räubern verschmähen einen großen Köder auch während des Sommers relativ selten. Um sie zu überlisten führt ihr den Stickbait gemächlich mit ausladenden Amplituden. Dazu baut auf jeden Fall Pausen ein! Gerne schlagen die Räuber genau dann zu, wenn sich die vermeintliche Beute kurz ausruht. Denn dann können Sie sie perfekt anvisieren. Schwimmende Modelle eignen sich perfekt für Flachwasserbereiche, sinkende Modelle auch für tieferes Wasser.

Das Angeln auf Barsch mit Stickbaits sollte genauso kreativ ausfallen, wie das Angeln mit Hardbaits. Unterschiedliches Tempo, lange und kurze Pausen oder den Stickbait mal auf der Stelle ?tanzen? lassen. Nur solltet ihr eher kleinere Modelle zwischen 5 und 9 cm verwenden. Zwar sind Barsche gerne größenwahnsinnig, doch passen große voluminöse Köder anatomisch bedingt nur in Großbarsch-Mäuler. Die beste Zeit für die Stickbait-Angelei auf Barsch ist der Hochsommer, wenn am Abend die Wasseroberfläche kocht und die Stachelritter die Brutfischschwärme nach oben drücken.

Ein etwas unterschätzter Stickbait-Liebhaber ist der Döbel (im Süden Aitel). Döbel sind Allesfresser, bedienen sich an warmen Tagen jedoch liebend gerne an allem, was auf der Wasseroberfläche schwimmt. Heiße Sommertage und schnelles Wasser sind perfekt! Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Döbel sehr gut auf gleichmäßig laufende Stickbaits reagieren. Pausen, Tempowechsel und jegliche andere Veränderung hingegen verscheuchen sie eher. Die Ködergröße sollte hier bei 5 oder 7 cm liegen.